Tiere auf Reisen
Tieren auf Reisen
Manchmal werden Tiere aus GaiaZOO in die freie Wildbahn ausgewildert. Das tun wir gemeinsam mit Naturschutzorganisationen. Ihre Reise beginnt im Zoo, setzt sich aber in ihrem natürlichen Lebensraum fort. Wissen Sie, wie Sie den Gänsegeier, das PrzewalskiPferd und den Waldrapp Ibis in das richtige Auswilderungsgebiet bringen können? Hast du es richtig gemacht?
Auswilderungsprojekt für den Gier = Spanien
In Europa stehen Geier schon seit langem unter Druck, vor allem durch menschliches Handeln. Vergiftungen – oft gegen Raubtiere gerichtet – sind die Hauptursache. Auch Kollisionen mit Hochspannungsmasten stellen eine Bedrohung dar. Dadurch ist die Zahl der Geier in Europa stark zurückgegangen. Doch glücklicherweise erlebt der Gänsegeier ein (langsames) Comeback! Obwohl die Population an einigen Orten noch immer zurückgeht, steigen die Zahlen in verschiedenen anderen Gebieten. Wiederansiedlungsprogramme – an denen auch der GaiaZOO mitwirkt – haben hier einen großen Beitrag geleistet.
Auswilderungsprojekt für Przewalski-Pferde = Kasachstan
Vor gut 200 Jahren verschwanden die Przewalski-Pferde aus Kasachstan. Neben den rauen Lebensbedingungen waren sie der Jagd, dem Verlust ihres Lebensraums durch Landwirtschaft und Entwässerung sowie der Konkurrenz durch Vieh ausgesetzt. Durch Naturschutzgebiete, strengere Gesetze und die Zusammenarbeit mit der lokalen Bevölkerung werden wieder sichere Lebensräume geschaffen. Dank der Wiederansiedlung in Zusammenarbeit mit Zoos galoppieren seit 2025 wieder Przewalski-Pferde über die kasachische Steppe!
Auswilderungsprojekt Waldrapp-Ibis = Sardinien (Italien)
Die Region Souss-Massa und das Tamri-Gebiet in Marokko gehören zu den wenigen Gebieten, in denen noch Waldrapp-Ibis leben. Ihre Verbreitung, ihr Verhalten und ihre Fortpflanzung werden bereits seit 1993 untersucht. Eine Studie aus dem Jahr 2000 zeigte beispielsweise, dass die Sterblichkeitsrate unter den Küken bei Trockenheit deutlich ansteigt. Ausreichend wasserreiche Gebiete in der Umgebung der Nester sind daher von lebenswichtiger Bedeutung.
Sonnenpapagei
Sonnenpapageien (Aratinga solstitialis) werden im Rahmen eines Wiederansiedlungsprogramms nicht in großem Umfang in die freie Natur ausgesetzt. Sie kommen von Natur aus in einem begrenzten Gebiet in Südamerika vor, vor allem in Guyana sowie in Teilen Brasiliens und Venezuelas. Organisationen wie der Gaia Nature Fund setzen sich für den Schutz dieser Tierart in ihrem ursprünglichen Lebensraum in Guyana ein.
Der Forscher, der den Sonnenpapagei entdeckte, fand, dass sein Gefieder einer untergehenden Sonne sehr ähnlich sah. Doch gerade dieses wunderschöne Gefieder stellt eine große Gefahr dar: Die Vögel werden in freier Wildbahn gefangen und als Haustiere verkauft.
Durch die Abholzung wird der Lebensraum des Sonnenpapageis zudem immer kleiner. Was können wir hier in den Niederlanden dagegen tun? Keine exotischen Haustiere kaufen und nur (FSC-)zertifiziertes Holz kaufen. Und Forschungsprojekte zum Schutz des Sonnenpapageis unterstützen!