GaiaZOO verabschiedet
sich von ikonischem
Löwen

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GaiaZOO verabschiedet sich von ikonischem Löwen
In dieser Woche mussten wir Abschied von unserem männlichen Löwen nehmen, der im respektablen Alter von 21 Jahren verstorben ist. Aufgrund seines hohen Alters litt er bereits seit einiger Zeit an einer eingeschränkten Nierenfunktion sowie an Zahnproblemen, die in enger Abstimmung mit unserem Tierarzt und den Tierpflegern behandelt wurden. Trotz aller Fürsorge und Bemühungen mussten wir nach sorgfältiger Abwägung die schwierige Entscheidung treffen, ihn einschläfern zu lassen.

In modernen Zoos werden Tiere oft viel älter als in der Wildnis. Dies liegt unter anderem an der sicheren Umgebung, der guten Nahrung und der veterinärmedizinischen Versorgung, die sie erhalten. Zum Vergleich: Die durchschnittliche Lebenserwartung eines afrikanischen Löwen in der Wildnis beträgt 12 Jahre.

Gesundheit und medizinische Versorgung

Wie bei vielen älteren Katzen verschlechterte sich die Nierenfunktion des Löwen im Laufe der Zeit. Um ihm die bestmögliche Pflege zu bieten, wurde er von unseren Tierpflegern auf freiwillige Blutentnahmen trainiert. Indem er seinen Schwanz durch eine Barriere in seinem Innengehege streckte, konnten wir ihn ohne Narkose überwachen und seine Medikamente auf seine Blutwerte abstimmen. Dies half, seine Gesundheit über lange Zeit im Gleichgewicht zu halten, leider verschlechterte sich sein Zustand in den letzten Wochen.

Die beiden Löwenweibchen, mit denen er sein Gehege teilte, bleiben vorerst gemeinsam im GaiaZOO. In der kommenden Zeit werden wir in Absprache mit dem Koordinator des Zucht- und Managementprogramms für Löwen nach einem neuen männlichen Löwen für das Duo suchen. Dieser Prozess wird mit größter Sorgfalt durchgeführt, um die bestmögliche Übereinstimmung für die Löwenweibchen zu finden. Auf diese Weise streben wir eine harmonische neue Zusammensetzung innerhalb ihres Lebensraums an.

Gesundheit und medizinische Versorgung

Vom illegalen Handel zum Schutz

Dieser Löwe hat eine besondere Vergangenheit. Vor etwa 21 Jahren wurde er zusammen mit seinem Bruder (höchstwahrscheinlich aus Somalia) als Jungtier in den Nahen Osten geschmuggelt, für den illegalen Heimtierhandel. Glücklicherweise wurden die jungen Löwen auf ihrer Reise abgefangen, doch die Geschichte dieser Tiere ist kein Einzelfall. Leider wird immer noch versucht, Wildtiere als Haustiere zu halten. Dies hat verheerende Auswirkungen auf viele Tierarten, einschließlich der Löwen in Afrika. Die afrikanische Löwenpopulation ist in den letzten Jahrzehnten um 80 % zurückgegangen, bedingt durch Lebensraumverlust, Konflikte mit Menschen und illegalen Handel.

Der Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen ist daher von entscheidender Bedeutung. Indem man bewusst mit Bildern von Wildtieren umgeht – zum Beispiel keine Fotos von Löwen in häuslicher Umgebung teilt – kann auch jeder dazu beitragen, diese majestätischen Tiere zu schützen.

Vom illegalen Handel zum Schutz

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