NEU 2017: Berberaffen

Datum: 16 Dezember 2016

2017 wird der Tierbestand des GaiaZOO um Berberaffen (Macaca sylvanus) erweitert. Diese Tiere werden die ersten und letzten sein, die Sie künftig bei einem Besuch sehen. Ihr geräumiges Gehege entsteht nämlich gegenüber dem Shop an der Stelle, wo heute noch die Luchse leben, und wird sich über „Die Eiszeit“ bis zu den Vielfraßen und dem heutigen Bibergehege erstrecken. Die Nachbildungen von Mammut, Riesenhirsch und Wollnashörnern weichen also einer großen Berberaffenkolonie. Die Luchse ziehen daher erneut um, in ein viel größeres Gehege, das zwischen dem Reich der Berberaffen und dem Herzen des GaiaZOO eingerichtet wird. Als Besucher spazieren Sie dann zwischen beiden Tierarten hindurch auf einem Pfad, der nahtlos in die neue Taiga|Voliere übergeht und weiter an den Kamelen entlang zu den Roten Pandas führt. So wird unser Taiga-Bestand geradezu einzigartig und mit keinem anderen Tierpark vergleichbar.

GaiaZOO visual berberapen XL

Luchse in Limburg

In der kurzen Geschichte des GaiaZOO ziehen unsere Luchse bereits zum dritten Mal in ein größeres Gehege um. Obwohl diese Raubkatzen von Natur aus Einzelgänger sind, versteht sich die Gruppe im GaiaZOO so gut miteinander, dass es bereits viele Nachkommen gibt und wir Ihnen mehr Platz bieten möchten. Da diese Art auch in freier Wildbahn immer öfter aus der Eifel und den Ardennen nach Niederländisch-Limburg gelangt, war es nur logisch, dass ihr neues Gehege im Limburger Herzen des GaiaZOO angesiedelt wurde. Wo bis vor Kurzem noch die Bartkäuze, Schnee-Eulen und Biber wohnten, werden sich also demnächst die Luchse in ihrem neuen Reich tummeln.

Limburger Affen?

Der Besuch in unserem Limburger Tierpark beginnt und endet also bald mit den Berberaffen. Das scheint vielleicht unlogisch, doch in der Nähe des Ortes Tegelen wurden fossile Überreste dieser Affenart gefunden, die belegen, dass sich ihr Lebensraum einst bis in unsere Gegend erstreckte. Makaken haben von allen Affen die nördlichste Verbreitung und fühlen sich auch in kälteren Klimazonen wohl. Wahrscheinlich lebte der „Makak von Tegelen“ auch damals nicht in einem besonders warmen Klima. Zudem wurden bei den Ausgrabungen u. a. auch Fossilien vom Mammut und vom Riesenhirsch gefunden, wodurch es naheliegt, die Tiere gerade in diesem Teil des Parks unterzubringen. Vielleicht kennen Sie diese quirlige und charismatische Affenart vom Affenfelsen von Gibraltar in Südspanien, wo einige Kolonien dieser Tiere die Touristen erfreuen. Früher waren Berberaffen in großen Teilen Nordafrikas und Südeuropas beheimatet. In den letzten Jahrzehnten wurde die Art durch Abholzung und zunehmende Beweidung jedoch immer stärker bedroht. Zudem wurden Berberaffen oft als Haustiere gehandelt oder zur Vergnügung von Touristen missbraucht. Dadurch kommt der inzwischen ernsthaft bedrohte Berberaffe heute nur noch in einigen abgelegenen Gebieten von Marokko und Algerien vor. Die Tiere können unsere Unterstützung also gut gebrauchen. Neben der Mitwirkung am Zuchtprogramm unterstützt der Gaia Nature Fund deshalb auch ein Tierschutzprojekt in Marokko.

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