Weniger Nahrung und Lebensraum
Im letzten Jahrhundert ist die Zahl der Gelbfuß-Felskängurus stark zurückgegangen. Verwilderte Ziegen und Kaninchen konkurrieren mit ihnen um Nahrung. Außerdem fallen junge Kängurus eingeführten Füchsen zum Opfer. Darüber hinaus zerstören große Naturbrände immer häufiger ihren Lebensraum. Naturschutzorganisationen, Behörden und Zoos arbeiten zusammen, um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken.
Ob eine Tierart bedroht ist und wie stark, wird von der weltweiten Naturschutzorganisation Internationale Union für Naturschutz (IUCN) festgelegt. Sie gibt auf der sogenannten „Roten Liste” an, ob Pflanzen- und Tierarten bedroht sind oder nicht. Das Gelbfuß-Felskänguru hat den Status „gefährdet”. Das bedeutet, dass ihre Zahl zurückgeht und die Art vom Aussterben bedroht ist.
Habitat
Das Gelbfuß-Felskänguru lebt in trockenen, felsigen Landschaften, in denen es wenig Wasser und Schatten gibt. Tagsüber ruhen sie sich in kühlen Felsspalten und Höhlen aus. In den frühen Morgenstunden und am Abend begeben sie sich auf Nahrungssuche. Dank ihrer kräftigen Hinterbeine, rauen Fußsohlen und langen Schwänze können die Wallabys mühelos springen und über steile Felswände klettern.
Kleine Gruppen
Das Gelbfuß-Felskänguru lebt in kleinen Gruppen. Sie sind sehr ortstreu und nutzen feste Ruheplätze in Felsspalten und Höhlen. Wallabys kommunizieren mit Körperhaltung und leisen Lauten und verlassen sich auf ihre Schnelligkeit und Beweglichkeit, um Raubtieren auszuweichen. Bei Gefahr flüchten sie blitzschnell die Felsen hinauf.
Gemeinsam stark!
Naturschutzorganisationen, Behörden, Zoos und lokale Gemeinschaften wie die Adnyamathanha arbeiten zusammen, um Gelbfuß-Felskängurus zu schützen. Projekte wie das Bounceback-Programm konzentrieren sich auf die Bekämpfung von Raubtieren, die Entfernung verwilderter Ziegen und die Wiederherstellung von Lebensräumen. Aus Zoos wurden Gelbfuß-Felskängurus in diese sicheren Gebiete ausgesetzt, um den Tieren zu helfen, sich dort wieder anzusiedeln. Dank dieses gemeinsamen Ansatzes haben sich die Populationen erholt und vergrößert.
EEP | Managementprogramm
Das EAZA Ex situ Program (EEP) ist ein europäisches Managementprogramm für (bedrohte) Tierarten. Im Rahmen des EEP tauschen EAZA-Zoos aktiv ihre Tiere untereinander aus. So können wir eine genetisch gesunde Population erhalten. Darüber hinaus arbeiten wir auch in den Bereichen Bildung, Forschung und Naturschutz zusammen.
Die Gelbfuß-Felskängurus im GaiaZOO sind Teil des EEP-Managementprogramms.
Besonderer Beutel
Beuteltiere gehören zu einer alten Gruppe von Säugetieren, die vor mehr als 100 Millionen Jahren entstanden ist. Die Jungtiere werden extrem klein geboren, sind blind und haarlos und kriechen selbstständig zum Beutel der Mutter. In dieser einzigartigen Hautfalte saugt sich das Jungtier an einer Zitze fest. Dort wächst es monatelang sicher weiter. Nach etwa einem halben Jahr verlässt das Jungtier immer öfter den Beutel und geht auf Entdeckungsreise!
Kreativ mit Wasser
Wasser ist im Lebensraum des Gelbfuß-Felskängurus knapp. Sie beziehen einen Großteil ihrer Flüssigkeit aus Pflanzen und sind vor allem in den kühleren Tageszeiten aktiv. Indem sie sich tagsüber in schattigen Felsspalten ausruhen, vermeiden sie eine Überhitzung. Dort sind sie auch vor Raubtieren sicher. Auch ihre helle Fellfarbe hilft, da sie das Sonnenlicht reflektiert und die Wallabys so kühler bleiben.